Der Beitrag bietet einen Überblick über die institutionellen Arrangements auf Mikroebene, die sich in der Agrar- und Ernärhungswirtschaft Kasachstan im Laufe des Transformationsprozesses herausgebildet haben. Das Hauptaugenmerk liegt auf komplexere Arrangements wie "Agroholdings" und "Clusters", die bislang in den Agrar- und Ernährungssektoren etablierter Marktwirtschaft wenig verbreitet sind. Es wird gezeigt, daß "Agroholdings" hauptsächlich im Norden von Kasachstan und da im Getreidesektor konzentriert sind, während im Süden zersplitterte kleinbäuerliche Strukturen vorherrschen. Parallel zu dieser aus dem Spiel der Marktkäfte heraus entstandenen Entwicklung versucht die kasachstanische Regierung andere institutionelle Arrangements zu fördern, insbesondere Clusters, von denen sie glaubt, sie besäßen eine überlegene Wettbewerbsfähigkeit. Unter Rückgriff auf Hayeks Konzept der Anmaßung von Wissen und empirische Ergebnisse von Clusterförderungspolitiken in anderen Ländern wird der Erfolg der Cluster-Initiative in Kasachstan in Frage gestellt. -- Agroholdings ; Cluster ; Kasachstan ; Agrarpolitik ; institutioneller Wandel |