Titelaufnahme

Titel
Untersuchungen zur Fibrillenbildung unter Berücksichtigung einer benachbarten gefalteten Domäne / von Mirko Sackewitz
VerfasserSackewitz, Mirko
BetreuerSchwarz, Elisabeth PD Dr. ; Balbach, Jochen Prof. Dr. ; Schmid, Franz X. Prof. Dr.
Erschienen2009 ; Halle, Saale : Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt, 2009
UmfangOnline-Ressource (IV, 119 Bl.) : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftHalle, Univ., Naturwissenschaftliche Fakultät I, Diss., 2009
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 23.04.2009
Sprache der Zusammenfassung: Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypE-Book
SchlagwörterHalle
URNurn:nbn:de:gbv:3:4-571 
Zugriffsbeschränkung
 Das Dokument ist frei verfügbar.
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Untersuchungen zur Fibrillenbildung unter Berücksichtigung einer benachbarten gefalteten Domäne [3.02 mb]
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Nachweis
Keywords
OPMD; PABPN1; CspB; Poly-Alanin-Sequenz; Fusion; amyloid Fibrillen; Proteinfaltung; Proteinmissfaltung; nativ
Keywords (Englisch)
OPMD; PABPN1; CspB; polyalanines fusion; amyloid; fibrils; protein folding; protein misfolding; native.
Keywords
Krankheiten die durch Fehlfaltungen von Proteinen gekennzeichnet sind oder dadurch hervorgerufen werden werden als Protein-Missfaltungskrankheiten bezeichnet. Zu diesen Proteinmissfaltungs-Krankheiten werden auch Erkrankungen wie die Alzheimersche- und Parkinsonsche Krankheit oder die Spongioformen Encephalopathien gezählt. Die Krankheit OPMD (Oculopharyngeale Muskeldystrophie) hat ihren Ursprung in einer Expansion einer N-terminalen Poly-Alanin-Sequenz im Protein PABPN1 (Nukleäres Poly(A)-bindendes Protein 1). Frühere Untersuchungen haben gezeigt dass derartige Expansionen zur Missfaltung von PABPN1 in vivo führen und die „nativ ungefaltete“ N-terminale Domäne in vitro amyloide Fibrillen bildet. Um den Einfluss eines stabil gefalteten Proteins auf die poly-alanin-induzierte Fibrillenbildung zu untersuchen wurden in der vorliegenden Arbeit Fusionsproteine hergestellt und biophysikalisch charakterisiert. Einerseits wurden Fusionen aus N-terminaler Domäne von PABPN1 und dem Kälteschockprotein B aus B. subtilis (CspB) und andererseits Fusionen aus Poly-Alaninen und CspB analysiert. Alle rekombinant hergestellten löslichen Fusionen enthielten CspB in nativer Konformation. Die drei Fusionen aus N-terminaler Domäne und CspB N-(+7)Ala-CspB mit 17 Alaninen (krankheitsassoziiert) N-WT-CspB mit 10 Alaninen (Wildtyp) und N-ΔAla-CspB ohne Poly-Alanin-Segment (Deletionsvariante) zeigten eine von der Poly-Alanin-Sequenz abhängige Fibrillenbildung. Obwohl die Fibrillenbildung eine Konformationsänderung mit einem Übergang vom löslichen zu einem unlöslichen Zustand darstellt konnte in den Fibrillen von N-(+7)Ala-CspB natives CspB nachgewiesen werden. Für die „direkten Fusionen“ aus Poly-Alaninen und CspB wurde lediglich für die Variante 10Ala-CspB nicht jedoch für die Variante 17Ala-CspB eindeutig eine Fibrillenbildung gezeigt. Die Fibrillenbildung wurde begleitet von der Bildung amorpher Strukturen. Die Fibrillen von 10Ala-CspB enthielten kein natives CspB. Dies ist vermutlich auf den fehlenden Spacer zwischen Poly-Alaninen und CspB zurückzuführen. Die für die Fibrillenstrukturen verantwortlichen Aminosäuresequenzen wurden mittels proteolytischem Verdau HPLC und Massenspektrometrie bestimmt.