Titelaufnahme

Titel
Integration erneuerbarer Energien durch Sektorkopplung : Analyse zu technischen Sektorkopplungsoptionen : Abschlussbericht / von Martin Wietschel et al. (Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI , Karlsruhe) ; im Unterauftrag: DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher-Instituts für Technologie (KIT) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Herausgeber: Umweltbundesamt ; Durchführung der Studie: Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI ; Unterauftragnehmerin: DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher-Instituts für Technologie (KIT) ; Redaktion: Fachgebiet V 1.2 Energiestrategien und -szenarien, Dr.-Ing. Katja Purr; Fachgebiet V 1.5 Energieversorgung und –daten, Fabian Sandau
VerfasserWietschel, Martin
HerausgeberPurr, Katja ; Sandau, Fabian
KörperschaftDeutschland ; Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ; DVGW-Forschungsstelle
ErschienenDessau-Roßlau : Umweltbundesamt, März 2019
Umfang1 Online-Ressource (334 Seiten, 9,28 MB) : Diagramme
Anmerkung
Abschlussdatum: September 2018
Zusammenfassung in deutscher und englischer Sprache
SpracheDeutsch
SerieClimate change ; 2019, 03
URNurn:nbn:de:gbv:3:2-135061 
Zugriffsbeschränkung
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Integration erneuerbarer Energien durch Sektorkopplung [9.28 mb]
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Klassifikation
Keywords
Ziel der Studie ist es die Potentiale wichtiger neuer Anwendungen für Strom zur Subsituierung fossiler Energieträger (sogenannte Sektorkopplungsoptionen (SKO)) für Deutschland bis 2050 zu identifizieren und den möglichen Beitrag dieser Anwendungen zu den energie- und klimapolitischen Zielen zu analysieren. Für die untersuchten SKO lassen sich folgende Schlussfolgerungen ziehen. Viele der SKO haben ein hohes Treibhausgas(THG)-Minderungspotential. Wichtig für den THG-Minderungsbeitrag der SKO ist dass ausschließlich oder überwiegend erneuerbarer Strom zum Einsatz kommt. Eine relevante Anzahl der SKO weist zudem ein hohes Flexibilitätspotential auf und trägt zur Systemintegration von Erneuerbaren bei. Je stärker das Flexibilitätspotential der SKO genutzt wird desto weniger bedarf es an Technologien die ausschließlich zur Flexibilitätsbereitstellung eingesetzt werden wie z. B. Speicher. Einige der Sektorkopplungsoptionen können auch einen signifikanten Beitrag zur Energieeffizienzsteigerung leisten. Bei der Wirtschaftlichkeit unter Einbezug der Umweltkosten schneiden insbesondere die untersuchten SKO im Verkehr längerfristig auch in der Wärme gut ab. Viele der SKO in der Industrie stehen diesbezüglich jedoch vor großen Herausforderungen. Unter Wirtschaftlichkeits- und Umweltaspekten sollte möglichst der Strom direkt genutzt werden und auf die Umwandlung zu gasförmigen- oder flüssigen Brenn- und Kraftstoffen verzichtet werden. Dies ist allerdings nicht in allen Anwendungsbereichen möglich bzw. sinnvoll beispielsweise im internationalen Flug- oder Schiffsverkehr. Wenn Strom umgewandelt wird ist besonders auf die Stromherkunft zu achten sowie das vorhandene große Flexibilitätspotential dieser SKO zu nutzen. Die Elektrolyse sowie die Gewinnung von CO2 aus Abscheidungsprozessen sind dabei die Schlüsseltechnologien für einen künftigen Markterfolg. Für den mittel- und langfristigen Markterfolg ist aufgrund der langen Vorlaufzeiten ein frühzeitiger Einstieg in die SKO bedeutsam.
Keywords (Englisch)
The aim of the study is to identify the potentials of important new applications where electricity can displace fossil fuels (Sector Coupling Options (SCO)) up to 2050 for Germany and to analyse the contribution these applications could make to achieving energy and climate policy targets. The following conclusions can be drawn for the SCO examined. Many of the SCOs have a high potential to reduce greenhouse gases (GHG). For them to contribute significantly to GHG reduction it is important that exclusively or predominantly renewable electricity is used. A relevant number of SCOs also have a high flexibility potential and can contribute to the system integration of renewables. The more the flexibility potential of the SCO is used the less technology is needed that is used exclusively for flexibility provision such as energy storage for example. Some sector coupling options can also make a significant contribution to increasing energy efficiency. In terms of economic efficiency and taking environmental costs into account the analysed SCOs performed particularly well in transport and in the longer term also in the heat sector. However many of the SCO face major challenges in industry. From an economic and environmental point of view electricity should be used directly wherever possible and not converted into gaseous or liquid fuels. However this is not possible or sensible in every area of application for example international aviation or shipping. When electricity is converted particular attention must be paid to the origin of the electricity and the existing high flexibility potential of this SCO must be exploited. Electrolysis and the recovery of CO2 from separation and capture processes are key technologies for the future market success. For the medium- and long-term market success it is important to get an early start on SCO due to the long lead times involved.