Titelaufnahme

Titel
Decomposition analysis of CO2 emissions in the European cement sector : identifying drivers of emission trends between 2005 and 2018 / by Lukas Emele, Jakob Graichen, Roman Mendelevitch (Öko-Institut, Berlin) ; on behalf of the German Environment Agency ; publisher: Umweltbundesamt ; study performed by: Öko-Institut e.V. ; edited by: Section V 3.3 Economic Aspects of Emissions Trading, Monitoring, Evaluation; Alexandra Zirkel, Claudia Gibis, Hans Zschüttig
VerfasserEmele, Lukas ; Graichen, Jakob ; Mendelevitch, Roman
HerausgeberZirkel, Alexandra ; Gibis, Claudia ; Zschüttig, Hans
KörperschaftDeutschland ; Öko-Institut
ErschienenDessau-Roßlau : Umweltbundesamt, January 2022
Umfang1 Online-Ressource (43 Seiten, 1 MB) : Diagramme
Anmerkung
Report completed in: February 2021
SpracheEnglisch
SerieClimate change ; 2022, 02
URNurn:nbn:de:gbv:3:2-145387 
Zugriffsbeschränkung
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Decomposition analysis of CO2 emissions in the European cement sector [1 mb]
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Klassifikation
Keywords
We analyse the drivers governing the development of CO2 emissions from cement production from 2005 to 2018 for the EU28 as a whole and selected EU countries using the logarithmic mean Divisia index (LMDI) decomposition method. We build on a methodological approach developed by Branger und Quirion (2015). We replicate and substantially extend their study by refining the methodological approach and by updating and substantiating the employed dataset based on publicly available sources. In particular we disentangle the dominant activity effect observed by Branger und Quirion (2015) into three drivers: (i) a construction activity effect based on a country’s production in construction index; (ii) a further activity effect determined by the cement-consumption-to-construction-activity ratio; and (iii) a domestic cement share effect capturing the share of domestically produced cement in total cement consumption. At the EU28 level CO2 emissions declined from 150 MtCO2 in 2005 to 120 MtCO2 in 2018. We find that effects on cement clinker demand govern the development of CO2 emissions in the EU cement sector. Spain and Italy among the EU countries most severely affected by the financial crisis of 2008/09 and the European debt crisis in 2011/12 are the major contributors to reductions in CO2 emissions. The decomposition analysis does not suggest that CO2 pricing under the EU ETS has substantially contributed to emissions reduction in the cement sector since its introduction in 2005. The main drivers behind the observed decline are construction activity and further activity effects. While the first one is arguably not directly affected by CO2 pricing the latter needs to be understood in more detail to allow for clear conclusions. Additional CO2 costs would suggest a competitive disadvantage for cement and clinker produced in the EU however the share of EU domestic production has increased for both products. Only for cement production minor efficiency improvement and fuel switching effects can be observed but establishing a direct relation to CO2 pricing under the EU ETS would require additional analysis. Results need to be interpreted in the context of two economic crises and CO2 prices below 10EUR/tCO2 for most of the analysed period. They do not allow to draw conclusions on the development of emissions of the cement industry in an environment of high and rising CO2 prices and stringent climate protection measures.
Keywords (Englisch)
Das vorliegende Papier analysiert für den Zeitraum 2005 bis 2018 die Treiber hinter der zeitlichen Entwicklung der CO2-Emissionen der Zementproduktion für die EU28 als Ganzes und ausgewählte EU-Länder unter Verwendung der Dekompositionsmethode: logarithmic mean Divisia index (LMDI). Es baut auf einem methodischen Ansatz auf der von Branger und Quirion (2015) entwickelt wurde. Die Studie wird repliziert und durch Anpassungen der Methodik und unter Verwendung aktueller und öffentlich verfügbarer Daten erheblich erweitert. Insbesondere entflechten wir den von Branger und Quirion (2015) beobachteten dominanten Aktivitätseffekt in drei Treiber: (i) einen Bautätigkeitseffekt der auf dem Index der Produktion eines Landes im Baugewerbe basiert; (ii) einen sonstigen Aktivitätseffekt der durch das Verhältnis von Zementverbrauch zu Bautätigkeit bestimmt wird; und (iii) den Effekt des inländischen Zementanteils der den Anteil des im Inland produzierten Zements am gesamten Zementverbrauch erfasst. Für die EU28 sind die CO2-Emissionen der Branche zwischen 2005 und 2018 von 150 MtCO2 auf 120 MtCO2 gesunken. Die Analyse zeigt dass nachfrageseitige Effekte die Entwicklung der CO2-Emissionen im EU-Zementsektor bestimmen. Spanien und Italien die zu den am stärksten von der Finanzkrise 2008/09 und der europäischen Schuldenkrise 2011/12 betroffenen EU-Ländern gehören tragen am stärksten zum Rückgang der CO2-Emissionen bei. Die Dekompositionsanalyse deutet eher nicht darauf hin dass die CO2-Bepreisung unter dem EU ETS im Betrachtungszeitraum von 2005 bis 2018 wesentlich zur Emissionsreduktion im Zementsektor beigetragen hat. Die Haupttreiber für den beobachteten Rückgang sind die Bautätigkeit und sonstige Aktivitätseffekte. Während für ersteren die Entwicklung der CO2-Preise direkt eher keine wichtige Rolle spielt müssen die sonstigen Aktivitätseffekte noch genauer verstanden werden um Rückschlüsse auf einen Zusammenhang mit der CO2-Bepreisung zu erlauben. Während zusätzliche CO2-Kosten einen Wettbewerbsnachteil für in der EU produzierten Zement und Klinker nahelegen würden ist der Anteil der EU-Produktion für beide Produkte gestiegen. Auf der Angebotsseite sind geringfügige Effizienzverbesserungen und Brennstoffumstellungen zu beobachten bei denen ein direkter Zusammenhang zur CO2-Bepreisung noch genauer untersucht werden müsste. Die vorliegenden Ergebnisse müssen vor dem Hintergrund von zwei Wirtschaftskrisen und CO2-Preisen im Bereich von weniger als 10 EUR/tCO2 im Beobachtungszeitraum interpretiert werden. Sie lassen keine Rückschlüsse darauf zu welche Effekte anhaltend hohe und weiter steigende CO2-Preise und weitere stringente Klimaschutzmaßnahmen auf die Emissionen der Zementbranche in Zukunft haben werden.