Titelaufnahme

Titel
Klinische und pathophysiologische Untersuchungen zur adrenokortikalen Stresskompetenz nach bilateral subtotaler Adrenalektomie / von Michael Brauckhoff
BeteiligteBrauckhoff, Michael
Erschienen2006 ; Halle, Saale : Universitäts- und Landesbibliothek
UmfangOnline-Ressource, Text + Image
HochschulschriftHalle, Univ., Med. Fak., Habil.-Schr., 2006
Anmerkung
Sprache der Zusammenfassung: Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypE-Book
SchlagwörterElektronische Publikation / Hochschulschrift / Online-Publikation
URNurn:nbn:de:gbv:3-000010579 
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Klinische und pathophysiologische Untersuchungen zur adrenokortikalen Stresskompetenz nach bilateral subtotaler Adrenalektomie [0.84 mb]
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Nachweis

Die subtotale Adrenalektomie ist mit gleicher Sicherheit und ohne zusätzlichen Zeitbedarf im Vergleich zur totalen Adrenalektomie durchführbar. Speziell für Patienten mit Phäochromozytomen gibt es keine Hinweise dafür, dass, unabhängig vom operativen Zugang, unter hochdosierter alphadrenerger Rezeptorblockade (>2 mg/kg Körpergewicht Phenoxybenzamin pro Tag) durch die subtotale Adrenalektomie eine hämodynamische Instabilität im Vergleich zur kompletten Organentfernung zu befürchten ist. Bei ACTH-unabhängigen Nebennierentumoren, insbesondere bei familiären Phäochromozytomen sollte stets eine subtotale Adrenalektomie erwogen, allerdings nur bei ausreichend großem adrenalen Restgewebe (>10-15%) durchgeführt werden. Die relative Volumenbestimmung (25%, 33%, 50%) des adrenalen Restgewebes bezogen auf eine normale Nebenniere ist für den klinischen Gebrauch ausreichend. Unmittelbar postoperativ weisen die meisten Patienten eine bei unkompliziertem Verlauf allerdings klinisch irrelevante Einschränkung der adrenokortikalen Stresskapazität auf. Eine exogene Hormonzufuhr sollte nur in Ausnahmefällen erfolgen, um die funktionelle Restitution des adrenalen Restgewebes nicht zu gefährden. Die minimale Menge an Nebennierengewebe für eine intakte adrenokortikale Stresskapazität liegt wahrscheinlich bei ca. 10%.

Zusammenfassung (Englisch)

Subtotal and total adrenalectomy can be perfomred with comparable safety. In particular, irrespective of the surgical approach patients with pheochromocytoma did not have an increased risk of hemodynamic instability when high-dosed alpha receptor blockade (> 2mg/kg body weight phenxybenzamine daily) is performed preoperatively. In all patients with ACTH independent adrenal tumors, in particular in patients with hereditary pheochromocytomas, subtotal adrenalectomy should be taken into account when a preservation of at least 10-15% of total adrenal tissue can be achieved. Relative volume estimation related to the volume of two normal adrenals (25%, 33%, 50%) of the residual adrenal tissue is sufficiently in clinical practice. Postoperatively, temporary impairment of adrenocortical stress capacity has to be recognized in nearly all patients. However, functional recovery should not be hindered by routinous application of exogenous steroids perioperatively. The minimal residual adrenal volume for sufficient adrenocortical function is estimated to be about 10%

Keywords
Subtotale Adrenalektmie adrenokortikale Stresskapazität funktionelle und morphologische Restitution hereditäre Phäochromozytome minimal-invasive Adrenalektomie Lebensqualität
Keywords (Englisch)
Subtotal adrenalectomy adrenocortical stress capacity functional and morphological restitution hereditary pheochromocytoma minimally invasive adrenalectomy quality of life