Titelaufnahme

Titel
N-Stabilisierung und wurzelnahe Platzierung als innovative Technologien zur Optimierung der Ressourceneffiziens bei der Harnstoffdüngung : F&E-Verbundprojekt StaPlaRes (2016-2020) : Abschlussbericht / Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt ; Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (Freistaat Sachsen), Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung, Thünen Institut, Technische Universität München, SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH, Rauch Landmaschinenfabrik GmbH, Deutscher Wetterdienst DWD
KörperschaftLandesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt ; Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ; Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie ; Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung ; Johann Heinrich von Thünen-Institut ; Technische Universität München ; SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH ; Rauch Landmaschinenfabrik GmbH ; Deutscher Wetterdienst
ErschienenBernburg (Saale) : Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt, 2021
Umfang1 Online-Ressource (161 Seiten, 10,83 MB) : Illustrationen, Diagramme, Karte
Anmerkung
Laufzeit des Vorhabens: 25. Juli 2016 bis 31. Dezember 2020. - Berichtszeitraum: 25.07.2016 bis 31.12.2020
SpracheDeutsch
URNurn:nbn:de:gbv:3:2-139412 
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N-Stabilisierung und wurzelnahe Platzierung als innovative Technologien zur Optimierung der Ressourceneffiziens bei der Harnstoffdüngung [10.83 mb]
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Zusammenfassung

An drei sehr unterschiedlichen Standorten wurden die Harnstoff-Dünungsvarianten (1) Standard, (2) Stabilisierung und (3) Platzierung hinsichtlich ihrer Effekte auf NH3- und N2O-Verluste, Ertragsparameter und N-Effizienz in der Fruchtfolge Winterraps à Winterweizen à Wintergerste geprüft. Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: Verlustminderung: Die gasförmigen N-Verluste aus Standard-Harnstoff (gestreut, nicht stabilisiert) waren sehr gering und lagen weit unter den offiziellen Emissionsfaktoren. Dennoch bewirkten sowohl die Stabilisierung mit Urease- und Nitrifikationsinhibitor als auch die wurzelnahe Platzierung eine deutliche NH3-Verlustminderung. Die Platzierung führte dabei meist zu erhöhten N2O-Verlusten, während durch die Stabilisierung eine komplexe Minderung aller gasförmigen N-Verluste möglich war. Dünger-N-Efizienz / Ökoeffizienz: Die Platzierung führte nur in Roggenstein zu einem Effizienzzuwachs. Mit der N-Stabilisierung wurde im Winterraps und im Winterweizen eine Steigerung erzielt. In der Wintergerste blieben entsprechende Vorteilseffekte aufgrund suboptimaler Düngungstermine aus. In einer vergleichenden Ökoeffizienzanalyse erwies sich die Stabilisierung als Vorzugsvariante. Überführung in die Praxis: Sowohl Platzierung als auch Stabilisierung bedürfen spezieller Einsatzstrategien. Für die stabilisierte Düngung existieren bereits angepasste Systeme. Diese werden sukzessive weiterentwickelt, so im Rahmen des Folgeprojektes StaPrax-Regio (ab 2021). Im Jahr 2018 erfolgte die Markteinführung der doppelt stabilisierten Düngerspezialität ALZON® neo-N. Die Platzierung hat perspektivisch vor allem in Spezialkulturen und im Ökolandbau entsprechende Verwertungspotenziale. Wissenschaftliche Verwertung: Die StaPlaRes-Ergebnisse wurden vielfach publiziert. Ab Januar 2022 werden sämtliche Datensätze in der Datenbank StaPlaRes-DB-Thuenen (www.openagrar.de) frei zugänglich und verfügbar sein.

Keywords
An drei sehr unterschiedlichen Standorten wurden die Harnstoff-Dünungsvarianten (1) Standard (2) Stabilisierung und (3) Platzierung hinsichtlich ihrer Effekte auf NH3- und N2O-Verluste Ertragsparameter und N-Effizienz in der Fruchtfolge Winterraps à Winterweizen à Wintergerste geprüft. Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: Verlustminderung: Die gasförmigen N-Verluste aus Standard-Harnstoff (gestreut nicht stabilisiert) waren sehr gering und lagen weit unter den offiziellen Emissionsfaktoren. Dennoch bewirkten sowohl die Stabilisierung mit Urease- und Nitrifikationsinhibitor als auch die wurzelnahe Platzierung eine deutliche NH3-Verlustminderung. Die Platzierung führte dabei meist zu erhöhten N2O-Verlusten während durch die Stabilisierung eine komplexe Minderung aller gasförmigen N-Verluste möglich war. Dünger-N-Efizienz / Ökoeffizienz: Die Platzierung führte nur in Roggenstein zu einem Effizienzzuwachs. Mit der N-Stabilisierung wurde im Winterraps und im Winterweizen eine Steigerung erzielt. In der Wintergerste blieben entsprechende Vorteilseffekte aufgrund suboptimaler Düngungstermine aus. In einer vergleichenden Ökoeffizienzanalyse erwies sich die Stabilisierung als Vorzugsvariante. Überführung in die Praxis: Sowohl Platzierung als auch Stabilisierung bedürfen spezieller Einsatzstrategien. Für die stabilisierte Düngung existieren bereits angepasste Systeme. Diese werden sukzessive weiterentwickelt so im Rahmen des Folgeprojektes StaPrax-Regio (ab 2021). Im Jahr 2018 erfolgte die Markteinführung der doppelt stabilisierten Düngerspezialität ALZON® neo-N. Die Platzierung hat perspektivisch vor allem in Spezialkulturen und im Ökolandbau entsprechende Verwertungspotenziale. Wissenschaftliche Verwertung: Die StaPlaRes-Ergebnisse wurden vielfach publiziert. Ab Januar 2022 werden sämtliche Datensätze in der Datenbank StaPlaRes-DB-Thuenen (www.openagrar.de) frei zugänglich und verfügbar sein.